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Todsicher Mord: Thriller- und Krimi-Kurzgeschichten über die dunkle Seite der Seele Elke Rouger

Todsicher Mord: Thriller- und Krimi-Kurzgeschichten über die dunkle Seite der Seele

Elke Rouger

Published December 17th 2015
ISBN :
Kindle Edition
71 pages
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 About the Book 

Das BuchLeseprobe:Das letzte WortBernd Gross blickte leicht angeekelt und trotzdem freudig erregt auf seine blutverschmierten Hände. Er roch daran. Der metallische Geruch bereitete ihm genüssliche Gänsehaut. So roch es also, wenn man frei war.MoreDas BuchLeseprobe:Das letzte WortBernd Gross blickte leicht angeekelt und trotzdem freudig erregt auf seine blutverschmierten Hände. Er roch daran. Der metallische Geruch bereitete ihm genüssliche Gänsehaut. So roch es also, wenn man frei war.Frei?Frei!Ja, so fühlte es sich an.15 Jahre hatte sie ihm dieses Gefühl genommen. 15 Jahre und heute war es endlich vorbei.Dabei war es nur ein Wort gewesen. Ein klitzekleines Wort. „Tee“. Das Wort konnte nichts dafür. Sie war es, die mit diesem Wort auf den Zünder drückte. „Teeeee?“ Das E hatte noch nicht einmal ganz ihre Kehle verlassen, hatte er sie ihr auch schon durchgeschnitten.Ganz leicht ging das.Warum ging das so leicht?Gestern Abend noch hatte er das Messer frisch geschliffen. Sie wollte es so. Ihm war egal, wie scharf das Messer war, und sie schnitt nur Gemüse damit. Zum ersten Mal kam es heute mit Fleisch in Berührung. So scharf war es also. Viel Blut vermischte sich mit dem letzten Wort.So viel Blut.Er roch wieder daran.Das würde ab sofort sein Lieblingsgeruch sein. Der Geruch von Freiheit. Wie friedlich sie da saß. Obwohl, komisch sah das schon aus, wie ihr der Kopf im Nacken hing. Die offenen Augen waren auch nicht schön. Aber die Ruhe. Ach, die Ruhe. Erst jetzt fiel sie ihm auf. Der Geruch des Blutes und die Ruhe...In Liebe, Sarah.Als Simon langsam zu sich kam, war da nichts. Kein Licht, kein Laut, nur tiefschwarze Nacht. Ein dickes Tuch drückte auf seine Augen und der beißende Geruch von Benzin und Schimmel lag in der Luft. Er konnte sich in einem Keller oder einem anderen unterirdischen Raum befinden, denn eisige Kälte umgab ihn und Feuchtigkeit drang durch den dünnen Stoff seiner nagelneuen Cordhose, die klamm an seiner Haut klebte. Simon zitterte. Er lag auf etwas Hartem, einer Art Pritsche vielleicht oder einem medizinischen Stuhl, so wie die Zahnärzte ihn haben, wenn sie einen flachlegen und man ihnen hilflos ausgeliefert ist. Enge Fesseln an den Handgelenken hielten ihn davon ab, sich aufzurichten. Sein Kopf brummte wie nach einer durchzechten Nacht, sein ganzer Körper fühlte sich leblos an, und im rechten Unterarm spürte er diesen unangenehmen, stechenden Schmerz...Weitere Bücher : Angstruf (erschienen Dez. 2013)